Perioperative Belastung für die Patienten
Morbidität
Die Kombination von Chirurgie, Hyperthermie und Chemotherapie ist verbunden mit einer deutlich erhöhten Belastung für den Patienten. Dies ist zum einen begründet in der extensiven und langdauernden chirurgischen Maßnahme, zum anderen in der Toxizität bedingt durch die Zytostatika besonders unter hyperthermen Bedingungen.
In einer von unserer Arbeitsgruppe ausgeführten Befragung von 35 internationalen Zentren, die sich seit langer Zeit mit diesem Verfahren beschäftigen, wurde das Risiko dieser Operationstechnik eruiert. Dabei ergaben sich folgende Daten
| Thrombosen / Embolien | min. - 0.0 % max. - 12.0 % mittel - 2,83 % |
| Anastomoseninsuffizienz | min. - 0.0 % max. - 20.0 % mittel - 3,77 % |
| Morbidität | min. - 0.0 % max. - 60.0 % mittel - 24,5 % |
| Mortalität | min. - 0.0 % max. - 10.0 % mittel - 1,76 % |
In der Abteilung für onkologische Chirurgie des KKH Hammelburg wurde in den letzten Jahren eine Strategie entwickelt, um die Belastung, die mit diesem Operationsverfahren kombiniert ist, wesentlich zu reduzieren.
| Strategie | Evidenz Level |
| Wärmemanagement | I B |
| Flüssigkeitsrestriktion | I B |
| intensiviertes Hyperglycämie Management | I B |
| Verbesserung der Gewebe- Oxygenierung | I B |
| Normalisierung des intra-abdominiellen Druck | III |
Mit Hilfe dieser Strategie des perioperative Managements war es möglich, die Komplikationsrate wesentlich zu reduzieren. Bei steigender Häufigkeit in der Durchführung dieser Operationen (aktuelle Gesamtzahl 256 / Juni 2006) konnte eine Nebenwirkungs- und Komplikationsrate erreicht werden, die etwa derjenigen anderer großer, viszeralchirurgischer Eingriffe entspricht.

Hier die Häufigkeit für verschiedene Komplikationen nach 252 ausgeführten Eingriffen:
| Thrombosen | n = 4 / 252 | 1.59 % |
| Lungenembolie | n = 1 / 252 | 0.39 % |
| Nachblutung | n = 2 / 252 | 0.79 % |
| Anastomoseninsuffizienz | n = 3 / 252 | 1.19 % |
| spontane Darmperforation | n = 8 / 252 | 3.17 % |